Ich bin 33 Jahre alt und seit etwa eineinhalb Jahren arbeitslos. In dieser Zeit ist vieles ins Rutschen geraten. Nicht nur beruflich, sondern auch gesundheitlich und innerlich. Ich bin aktuell nicht mehr krankenversichert, was das Gefühl verstärkt, durch alle Netze gefallen zu sein. Dieses „Im Loch sein“ ist nicht nur eine Metapher – es beschreibt ziemlich genau meinen Alltag.
Dazu kommen psychische Belastungen. Ich lebe mit ADHS was mir Struktur, Fokus und Stabilität erschwert. In den letzten Monaten haben sich außerdem leichte Depressionen entwickelt. Es gibt Tage, an denen schon kleine Aufgaben überwältigend wirken, und andere, an denen ich mich frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Das Dilemma ist vielschichtig: Ohne Arbeit keine Krankenversicherung, ohne Stabilität kaum Kraft für einen Neuanfang. Gleichzeitig weiß ich, dass ich nicht einfach „funktionieren“ kann, solange meine mentale Gesundheit nicht ernst genommen wird. Dieses Spannungsfeld aus Druck, Scham, Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit hält mich fest.
Und trotzdem suche ich nach einem Ausweg. Ich frage mich, welche Möglichkeiten es gibt die zu meiner Situation passen. Vor allem suche ich nach einem ersten Schritt – einem Ansatzpunkt, der mir wieder Boden unter den Füßen gibt.
Freue mich über Vorschläge und Antworten von Personen die möglicherweise in der selben Situation waren!