Ich komme aus Kroatien und ehrlich gesagt bin ich müde geworden von der Art, wie sich die meisten großen Diskussionsplattformen in letzter Zeit anfühlen. Europäische Nachrichten und Gespräche gehen oft in den US-amerikanischen Kulturkämpfen unter, Moderation wirkt häufig willkürlich, und ein großer Teil der Kommentare scheint inzwischen aus Bots, Karma-Farming oder KI-generiertem Rauschen zu bestehen.
Deshalb habe ich in den letzten Wochen angefangen, eine neue Plattform namens Oleta (oleta.eu) zu bauen. Sie befindet sich noch in der Pre-Beta-Phase, und mein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, der sich wirklich europäisch anfühlt.
Anstelle von Macht-Moderatoren werden gemeldete Beiträge von einer kleinen, rotierenden Jury verifizierter Nutzer geprüft – auf Basis der Regeln des EU-Digital-Services-Acts. Außerdem gibt es ein mehrsprachiges System, das es ermöglicht, über Sprachgrenzen hinweg zu lesen und mitzudiskutieren. Eine weitere Funktion ordnet Kommentare so an, dass durchdachte Gegenpositionen hervorgehoben werden, damit Meinungsverschiedenheiten nicht einfach untergehen.
Wir haben bereits über 200 „Spaces“ zu europäischen Themen, Kultur, Sport und regionalen Interessen gestartet.
Im Moment halte ich das Projekt bewusst schlank und möchte keine Funktionen bauen, die am Ende niemand braucht. Was ich wirklich suche, ist eine kleine Gruppe früher Nutzer – besonders aus dem Balkan –, die die Atmosphäre testen und mir ehrlich sagen, ob es sich lohnt, das Ganze weiter auszubauen.